Stapfermedaille

Das Feldschiessen hat ja grundsätzlich seinen Reiz. Dieser wird jedoch noch massiv gesteigert mit der Liebäugelei jedes Schützen, jeder Schützin auf die Aussicht, GewinnerIn der Stapfermedaille zu werden. Diese spezielle Auszeichnung für sehr hohe Feldschiessenresultate gibt es nur im Kanton Zürich.

Lesen Sie hier die Geschichte der Stapfermedaille, aber auch die jeweiligen Gewinner des letzten Feldschiessens.

 

 Umrechnungstabelle 25/50m für Stapfermedaille SSV
 
Der besondere Reiz beim Eidg. Feldschiessen: Die Stapfermedaille zu gewinnen!
Das Reglement Die Geschichte Die Gewinner 2009    
         
Stapfermedaille

Die Stapfermedaille vom ZHSV wird für die folgenden Punktezahl abgegeben:

 

300 Meter 70 Punkte und mehr für Aktive
69 Punkte und mehr für Junioren und Veteranen
68 Punkte und mehr für Jugendliche und Seniorveteranen
 
25 Meter 178 Punkte und mehr für Aktive
176 Punkte und mehr für Junioren und Veteranen
175 Punkte und mehr für Jugendliche und Seniorveteranen
 
50 Meter Es gelten die Punktzahlen 25 Meter gemäss Umrechnungstabelle
SSV Reglement 2.10.04d
 
Die Stapfermedaille wird dem gleichen Schützen auf jeder Distanz (300/50/25 Meter) nur einmal abgegeben.

 

Delegiertenversammlung 1933 gab der Kantonalschützenmeister Herr Lutz interessante Ausführungen über
die Entstehungsgeschichte der Stapfermedaille und über das Leben des Stifters des Stapferfonds.

Herr Oberst Johannes Stapfer wurde im Jahre 1809 in Horgen geboren und starb daselbst im Jahre 1886
im Alter von 77 Jahren. Er bekleidete den Rang eines eidgenössischen Obersten bei den zürcherischen
Scharfschützen. Diese Elitetruppe war mit dem Feldstutzer Modell 1851, später mit dem Vetterlistutzer
bewaffnet.
Aus den Scharfschützenkompagnien bildeten sich in den 50-er Jahren des vorigen Jahrhunderts
vornehmlich die Feldschützenvereine. Herr Oberst Johannes Stapfer war ein eifriger Freund und Förderer
des freiwilligen Schiesswesens. In den Jahren 1855 - 1858 war er Präsident des kantonalen zürcherischen
Feldschützenvereins. Bei seinem Tod testierte er diesem Verband Fr. 21500.--, aus deren Zinsen an den
Feldschiessen Prämien an die besten Schützen auszurichten waren. Diese Stiftung wurde als "Stapferfonds"
separat verwaltet. Im Jahre 1902 ging derselbe bei der Fusion der drei zürcherischen Kantonalschützenverbände
an den jetzigen Kantonalschützenverein über.
Im Jahre 1918 betrug dessen Höhe den Betrag von Fr. 31918. Die Delegiertenversammlung 1919 beschloss
auf Antrag der Rechnungsrevisoren, dem Stapferfonds aus der Korrentkasse jährlich Fr. 300.-- zuzuweisen
bis zur Höhe von Fr. 10’000.-- und die Zinsen der ursprünglichen Zweckbestimmung dienstbar zu machen.
Auf diese Weise wurden dem Stapferfonds Fr. 11200.-- aus der Korrentkasse zugeführt. Ende 1921 betrug
dessen Höhe Fr. 61071.85. An der Delegiertenversammlung des Jahres 1922 stellte der Vorstand den Antrag,
die jährlichen Zuwendungen an den Stapferfonds zu sistieren und eine "Stapfermedaille" zu schaffen, die als
Auszeichnung für hervorragende Resultate an den Feldschiessen gedacht war. Dem Antrag wurde von der
Delegiertenversammlung zugestimmt. Die Ausführung des Beschlusses verursachte nicht geringe Schwierigkeiten,
da die Beschaffung einer Photographie des Stifters in der Uniform eines Scharfschützenobersten nicht möglich war.
Nach einem Modell in Gips, ausgeführt vom Bildhauer Hans Gysler in Zollikon, wurde der Guss vom
Goldschmiede-Atelier Baltensperger in Zürich, ausgeführt. 1923 konnte die Wohlgelungene Medaille erstmals an
5 Schützen abgegeben werden, die am Feldsektionswettschiessen des Jahres 1922 nach dem fakultativen
Programm das Maximum von 72 Punkten geschossen hatten.
Über die Verabfolgung der Medaille gilt heute das Reglement vom 3. Mai 1930.

Herr Oberst Johannes Stapfer war auch ein grosser Wohltäter seiner Gemeinde. Er tat im Stillen viel Gutes
und bei seinem Tode vermachte er der Gemeinde Horgen seine Liegenschaft zur Errichtung eines Altersasyls
nebst einer grossen Summe als Betriebskapital.
Die Stapfermedaille aber wird die Erinnerung an den hervorragenden Menschen und Bürger in der
zürcherischen Schützengemeinde stets
wach halten.

Stapfermedaillenresultate 300m 2009

Am Feldschiessen haben 17 Teilnehmer die Auszeichnungslimite für die Stapfermedaille erreicht.
Die folgenden Schützen haben das Stapfermedaillenresultat erzielt:

72

*Oehler Hans

SV

1932

ISV Hirslanden-Riesbach

71

Leibundgut Rolf

V

1942

SG Bernerverein

71

Gallmann Fredy

A

1957

SSG Neumünster

71

*Siegenthaler Rolf Andre

A

1962

SG der Stadt Zürich

71

*Grüter Franz

A

1962

SV Dietikon

71

*Stillhart Stefan

A

1986

SG der Stadt Zürich

70

*Deubelbeiss Werner

V

1943

SSG Neumünster

70

*Eisenring Erwin

V

1945

SG ZH Altstetten

70

Tedaldi Marcel

V

1949

SG an der Sihl

70

*Frei Peter

A

1955

SG der Stadt Zürich

70

Lässer Bruno

A

1955

FSG ZH Alststetten

69

Binzegger Charly

V

1948

SG der Stadt Zürich

69

Rosenberger Francis

V

1948

SG Seebach

69

*Moser Robert

V

1949

SG Oerlikon

69

Wolfensberger Alexander

JJ

1993

SG Unterengstringen

68

Wälti Jean

SV

1938

SG Bernerverein

68

Gadient Flurin

JJ

1994

SG ZH Altstetten

Folgende Teilnehmer: Leibundgut Rolf, Gallmann Fredy, Tedaldi Marcel, Lässer Bruno, Binzegger Charly, Rosenberger Francies, Wolfensberger Alexander, Wälti Jean und   Gadient Flurin  können anlässlich der Delegiertenversammlung des BSVZ die Stapfermedaille in Empfang nehmen.

Die übrigen Schützen sind bereits im Besitze dieser begehrten Auszeichnung

Stapfermedaillenresultate 25/50m 2009

Am Feldschiessen haben 11 Teilnehmer auf 25 m und 2 Teilnehmer auf 50m die Auszeichnungslimite für die Stapfermedaille erreicht.
Die folgenden Schützen haben das Stapfermedaillenresultat erzielt:

179

*Roth Arthur

V

1943

PS Dietikon

179

*Geering Marcel

A

1952

StS Höngg Zürich

179

*Maag Samuel

A

1952

SV KAPO

179

*Stutz Paul

A

1955

SV KAPO

179

Baumgartner Thomas

A

1984

SV Zürich Leimbach

178

*Bacharach Markus

A

1960

SG der Stadt Zürich

178

*Jüstel Jürgen

A

1972

SG STAPO

176/83

*Pieren Ernst

SV

1938

StSG Unterstrasse

176

*Summermatter Werner

SV

1939

SG der Stadt Zürich

176/83

Ebert Christian

V

1941

SV Albisrieden

176

*Grossmann Bruno

V

1944

StS Höngg Zürich

176

*Naujoks Reiner

V

1948

PS ZKB Zürich

175

*Duc Heinrich

SV

1932

Unterengstingen Pistolensektion

Folgende Teilnehmer: Baumgartner Thomas und Ebert Christian können anlässlich der Delegiertenversammlung des BSVZ die Stapfermedaille in Empfang nehmen.

Die übrigen Schützen sind bereits im Besitze dieser begehrten Auszeichnung.