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Delegiertenversammlung 1933 gab der Kantonalschützenmeister Herr
Lutz interessante Ausführungen über
die Entstehungsgeschichte der Stapfermedaille und über das Leben des
Stifters des Stapferfonds.
Herr Oberst Johannes Stapfer wurde im Jahre 1809 in Horgen geboren und
starb daselbst im Jahre 1886
im Alter von 77 Jahren. Er bekleidete den Rang eines eidgenössischen
Obersten bei den zürcherischen
Scharfschützen. Diese Elitetruppe war mit dem Feldstutzer Modell
1851, später mit dem Vetterlistutzer
bewaffnet.
Aus den Scharfschützenkompagnien bildeten sich in den 50-er Jahren
des vorigen Jahrhunderts
vornehmlich die Feldschützenvereine. Herr Oberst Johannes Stapfer
war ein eifriger Freund und Förderer
des freiwilligen Schiesswesens. In den Jahren 1855 - 1858 war er
Präsident des kantonalen zürcherischen
Feldschützenvereins. Bei seinem Tod testierte er diesem Verband Fr.
21500.--, aus deren Zinsen an den
Feldschiessen Prämien an die besten Schützen auszurichten waren.
Diese Stiftung wurde als "Stapferfonds"
separat verwaltet. Im Jahre 1902 ging derselbe bei der Fusion der
drei zürcherischen Kantonalschützenverbände
an den jetzigen Kantonalschützenverein über.
Im Jahre 1918 betrug dessen Höhe den Betrag von Fr. 31918. Die
Delegiertenversammlung 1919 beschloss
auf Antrag der Rechnungsrevisoren, dem Stapferfonds aus der
Korrentkasse jährlich Fr. 300.-- zuzuweisen
bis zur Höhe von Fr. 10’000.-- und die Zinsen der ursprünglichen
Zweckbestimmung dienstbar zu machen.
Auf diese Weise wurden dem Stapferfonds Fr. 11200.-- aus der
Korrentkasse zugeführt. Ende 1921 betrug
dessen Höhe Fr. 61071.85. An der Delegiertenversammlung des Jahres
1922 stellte der Vorstand den Antrag,
die jährlichen Zuwendungen an den Stapferfonds zu sistieren und eine
"Stapfermedaille" zu schaffen, die als
Auszeichnung für hervorragende Resultate an den Feldschiessen
gedacht war. Dem Antrag wurde von der
Delegiertenversammlung zugestimmt. Die Ausführung des Beschlusses
verursachte nicht geringe Schwierigkeiten,
da die Beschaffung einer Photographie des Stifters in der Uniform
eines Scharfschützenobersten nicht möglich war.
Nach einem Modell in Gips, ausgeführt vom Bildhauer Hans Gysler in
Zollikon, wurde der Guss vom
Goldschmiede-Atelier Baltensperger in Zürich, ausgeführt. 1923
konnte die Wohlgelungene Medaille erstmals an
5 Schützen abgegeben werden, die am Feldsektionswettschiessen des
Jahres 1922 nach dem fakultativen
Programm das Maximum von 72 Punkten geschossen hatten.
Über die Verabfolgung der Medaille gilt heute das Reglement vom 3.
Mai 1930.
Herr Oberst Johannes Stapfer war auch ein grosser Wohltäter seiner
Gemeinde. Er tat im Stillen viel Gutes
und bei seinem Tode vermachte er der Gemeinde Horgen seine
Liegenschaft zur Errichtung eines Altersasyls
nebst einer grossen Summe als Betriebskapital.
Die Stapfermedaille aber wird die Erinnerung an den hervorragenden
Menschen und Bürger in der
zürcherischen Schützengemeinde stets
wach halten.
Stapfermedaillenresultate
300m 2009
Am Feldschiessen
haben 17 Teilnehmer die Auszeichnungslimite für die Stapfermedaille
erreicht.
Die folgenden Schützen haben das Stapfermedaillenresultat erzielt:
|
72 |
*Oehler Hans |
SV |
1932 |
ISV Hirslanden-Riesbach |
|
71 |
Leibundgut Rolf |
V |
1942 |
SG Bernerverein |
|
71 |
Gallmann Fredy |
A |
1957 |
SSG Neumünster |
|
71 |
*Siegenthaler
Rolf Andre |
A |
1962 |
SG der Stadt Zürich |
|
71 |
*Grüter
Franz |
A |
1962 |
SV Dietikon |
|
71 |
*Stillhart Stefan |
A |
1986 |
SG der Stadt Zürich |
|
70 |
*Deubelbeiss
Werner |
V |
1943 |
SSG Neumünster |
|
70 |
*Eisenring Erwin |
V |
1945 |
SG ZH Altstetten |
|
70 |
Tedaldi Marcel |
V |
1949 |
SG an der Sihl |
|
70 |
*Frei Peter |
A |
1955 |
SG der Stadt Zürich |
|
70 |
Lässer Bruno |
A |
1955 |
FSG ZH Alststetten |
|
69 |
Binzegger Charly |
V |
1948 |
SG der Stadt Zürich |
|
69 |
Rosenberger Francis |
V |
1948 |
SG Seebach |
|
69 |
*Moser Robert |
V |
1949 |
SG Oerlikon |
|
69 |
Wolfensberger Alexander |
JJ |
1993 |
SG Unterengstringen |
|
68 |
Wälti Jean |
SV |
1938 |
SG Bernerverein |
|
68 |
Gadient Flurin |
JJ |
1994 |
SG ZH Altstetten |
Folgende
Teilnehmer: Leibundgut Rolf, Gallmann Fredy, Tedaldi Marcel, Lässer
Bruno, Binzegger Charly, Rosenberger Francies, Wolfensberger
Alexander, Wälti Jean und Gadient Flurin können anlässlich der
Delegiertenversammlung des BSVZ die Stapfermedaille in Empfang
nehmen.
Die übrigen
Schützen sind bereits im Besitze dieser begehrten Auszeichnung
Stapfermedaillenresultate 25/50m 2009
Am Feldschiessen
haben 11 Teilnehmer auf 25 m und 2 Teilnehmer auf 50m die
Auszeichnungslimite für die Stapfermedaille erreicht.
Die folgenden Schützen haben das Stapfermedaillenresultat erzielt:
|
179 |
*Roth Arthur |
V |
1943 |
PS Dietikon |
|
179 |
*Geering
Marcel |
A |
1952 |
StS Höngg Zürich |
|
179 |
*Maag
Samuel |
A |
1952 |
SV KAPO |
|
179 |
*Stutz Paul |
A |
1955 |
SV KAPO |
|
179 |
Baumgartner Thomas |
A |
1984 |
SV Zürich Leimbach |
|
178 |
*Bacharach Markus |
A |
1960 |
SG der Stadt Zürich |
|
178 |
*Jüstel
Jürgen |
A |
1972 |
SG STAPO |
|
176/83 |
*Pieren Ernst |
SV |
1938 |
StSG Unterstrasse |
|
176 |
*Summermatter Werner |
SV |
1939 |
SG der Stadt Zürich |
|
176/83 |
Ebert Christian |
V |
1941 |
SV Albisrieden |
|
176 |
*Grossmann Bruno |
V |
1944 |
StS Höngg Zürich |
|
176 |
*Naujoks
Reiner |
V |
1948 |
PS ZKB Zürich |
|
175 |
*Duc Heinrich |
SV |
1932 |
Unterengstingen Pistolensektion |
Folgende
Teilnehmer: Baumgartner Thomas und Ebert Christian können anlässlich
der Delegiertenversammlung des BSVZ die Stapfermedaille in Empfang
nehmen.
Die
übrigen Schützen sind bereits im Besitze dieser begehrten
Auszeichnung.
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